Elementsauna auf Balkon - wie schlimm wirklich

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SaunaElephant
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Elementsauna auf Balkon - wie schlimm wirklich

Beitrag von SaunaElephant » 1. September 2020, 15:15

Hallo alle beieinander,

zu aller erst wollte ich euch ein großes Lob für dieses Forum aussprechen, man findet hier tolle Projekte und sehr viele Informationen. Dennoch habe ich bezüglich meines Vorhabens ein paar Fragen und hoffe, ihr könnt mir hierbei helfen.

Kurzfassung: Lohnt der Umbau einer Indoor-Elementsauna für den Einsatz auf dem Balkon.

Zu uns:
Wir sind ein junges, Sauna-begeistertes Paar aus München und renovieren zur Zeit ein Einfamilienhaus für uns.

Aktuelle Situation:
Ich habe von Bekannten die Elementsauna Maranello 2 von Karibu gegen Abbau geschenkt bekommen, jetzt steht sie bei uns abgebaut im Hausflur.
Details: 68 mm Elementbauweise, 42 mm Mineraldämmwolle, keine Dampfsperre, Innen- und Sichtseiten mit 12,5 mm Profilholz verkleidet, Decke und hintere Wände mit Hartfaserplatten verkleidet, 8 kW Ofen, von 2010, damals 1.500 €. Von den Bildern, Größe und Beschreibung quasi die hier: https://www.karibu.de/sauna-siirin
Wir wollen sie auf dem Balkon aufstellen. Dummerweise habe ich mich erst nach dem Abbau und Transport zu uns gescheit informiert, dass dieser Wandaufbau für einen Außenbetrieb eigentlich nicht geeignet ist. Der Vorteil diese Sauna zu verwenden wäre, dass sie schon bei uns steht, wir damit erst einmal testen könnten, wie oft wir die Sauna zu hause nutzen, ob die Größe passt, und ob sich der Kauf einer besseren/teureren Sauna lohnt. Oder ob wir weiterhin doch lieber in öffentliche Saunen gehen.

Plan zum Aufstellen:
- 10 cm von Wand weg, oben 30 cm Platz zur Decke.
- Bautenschutzmatte + druckimprägnierte Leisten als Rahmen unter den Saunarahmen
- erstmal nur Holzgitter auf Balkonfliesenboden. Später evtl. Holzbodenkonstruktion, evtl. inkl. elektr. Heizung, wenn zu kalt von unten
- Schutz vor direkter Witterung durch Glasscheibe auf Balkonbrüstung.
- Schutz der Außenwände durch Thüringer waid als Grundierung, dann Holzlasur auf Wasserbasis
- Die Hartfaserplatten der Decke und der hinteren Elemente von außen entfernen, Dämmung raus, (evtl. Alufolie als Dampfsperre einkleben), Holzfaserdämmung rein, unbehandelte Profilbretter drauf.
- Starkstrom wird vom Elektriker auf den Balkon gelegt. Mit ihm wird auch besprochen, ob der Ofen, bzw. die Steuerung im Freien betrieben werden darf.

Fragen/offene Punkte:
- Es verbleiben immer noch die zwei vorderen Wände ohne Dampfsperre und mit Mineraldämmwolle. Die jetzigen Profilbretter bekomme ich nicht zerstörungsfrei ab. Dass dieser Wandaufbau für draußen nicht gut ist, ist mir klar, da Schimmel durch Kondensation in der Mineraldämmwolle droht. Ich frage mich nur, ob jemand eine Größenordnung nennen kann, ob das bei wöchentlicher Nutzung im kalten Halbjahr voraussichtlich nach einem Monat, nach einem Jahr oder nach 10 Jahren zu Problemen führen wird.
- Macht es überhaupt Sinn, dass ich nur bei einem Teil der Wände Dampfsperre einziehe und die Dämmung ändere?
- Macht eine Alu-Dampfsperre bei Austausch der Dämmung von Mineralwolle gegen Holzfaserdämmung überhaupt Sinn?
- Habe ich noch weitere Punkte vergessen?

Ich bin hin und her gerissen zwischen "so aufbauen, wie sie ist und schauen, was passiert", "die beschriebenen Schritte durchführe", oder gleich "eine massive Blockbohlensauna für draußen kaufen (> 58 mm)".

Ich hoffe, ihr könnt mir etwas Input liefern. Das Forum habe ich komplett durch (auch nach "aussensauna, mineralwolle" gesucht) und immer wieder gefunden, dass dies schlecht ist. Aber nie, wie schlecht es ist.

Liebe Grüße,
Fabian


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finsterbusch
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Re: Elementsauna auf Balkon - wie schlimm wirklich

Beitrag von finsterbusch » 18. September 2020, 05:59

hallo fabian,
mhhm..ich schicke dir eine pn
frank

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